50 Jahre - eine bewegte Firmengeschichte

Vom Schlosser zum Global Player

Gerne möchten wir Sie mitnehmen auf eine Zeitreise und Ihnen die Geschichte von 50 Jahren Probst, vom kleinen schwäbischen Schlosserbetrieb zum Global Player nahebringen.

Allen Kunden, Geschäftspartnern und Mitarbeitern, welche uns auf diesem Weg begleitet und unterstützt haben, danken wir herzlich.

1961: Die Gründer

Firmengründer Ernst Probst mit Ehefrau Helene

„Ich mache mich wieder selbstständig.“

Ernst Probst (1920-2007) erblickte als Sohn eines selbstständigen Zimmermanns in Kirchberg/Jagst das Licht der Welt. Nach einer Lehre als Maschinenschlosser und Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft 1947 betrieb er zunächst von 1951 bis 1959 einen Handel mit Landmaschinen. Danach arbeitete er als Werkstattleiter in der Betriebsschlosserei eines Betonwerks.

Es dauerte allerdings nicht lange, und die Entscheidung war klar für ihn: „Ich mache mich wieder selbstständig“. Seiner Frau Helene (1924-2009) war bei diesen Gedanken nicht ganz wohl, unterstützte ihren Mann aber dennoch nach vollen Kräften, und wurde später zur ersten Mitarbeiterin und „guten Fee“ der neu gegründeten Firma.

1961: Grundsteinlegung der Firmengeschichte

Die erste Werkstatt

Die ersten Schritte

Im Jahre 1961 war es dann so weit, als Ernst Probst eine Firma für die Herstellung von Greif- und Fördergeräten gründete. In einer kleinen Hütte, nicht größer als eine Garage, in der Silcherstraße in Erdmanhausen fing also alles an.

Das Büro mit Schreibmaschine, Zeichenbrett und Telefon war im nahe gelegenen Wohnhaus der Familie untergebracht. Der erste Auftrag war die Entwicklung einer Stapleranbauzange. Es folgten andere anspruchsvolle Arbeiten, die zu guten Lösungen führten. So kamen in der Folge durch Mundpropaganda weitere Aufträge ins Haus.

1964: Das erste Serienprodukt

Die Baukranzange Polyp 64

Kontakte entstehen, Aufträge kommen

Die Baukranzange Polyp 64 war dann das erste serienmäßig hergestellte Produkt der Firma. In der Folge bahnten sich über Bauunternehmen erste Verbindungen zu Baugerätehändlern an. Interessenten wurden auf Probst aufmerksam, erste Prospekte entstanden und wurden verschickt.

Bald kam auch ein wichtiger Auftrag eines Betonwerkes aus der nahen Umgebung.
Es wurde ein Schachtringgreifer in Auftrag gegeben, der aufklappbar wie ein Regenschirm sein sollte. Das Gerät wurde ein großer Erfolg.

1969: Das erste Patent

Aufbaukranzange AKZ

Die Produktion wird ausgeweitet

Noch heute ist man stolz bei Probst auf das erste Patent der Firma. Es handelte sich um die erste parallel öffnende hydraulische Aufbaukranzange mit großem Öffnungsbereich für LKW-Ladekrane. Zum damaligen Zeitpunkt ein Meilenstein in der Entwicklung der Greiftechnik.

Auch heute noch ist die Aufbaukranzange AKZ ein sehr wichtiges Produkt bei Probst. Die Produktion konnte ausgeweitet werden und Ernst Probst stellte einen Meister ein, um mehr Zeit für Konstruktion und Kundenbesuche zu haben.

1980: Erste Teilnahme an der BAUMA

Messestand auf der BAUMA 1980

Schritt zur Internationalität

Im Jahr 1980 entscheidet sich Probst zur ersten Teilnahme an der BAUMA. Die weltweit größte Baumaschinenmesse war ein großer Schritt „in die Welt hinaus“. Hier bekam man die Bestätigung, dass sich die Geräte auf dem deutschen Markt einen guten Namen geschaffen hatten. Dies war die Basis für eine erfolgreiche Firmenentwicklung auch auf den Exportmärkten.

Zwei Jahre zuvor, 1978, trat der Sohn Martin Probst nach seinem Studium als Maschinenbauingenieur in die Firma ein.

1983: Erste Hydraulische Verlegezange HVZ für Pflastersteine

Hydraulische Verlegezange HVZ für Pflastersteine aus dem Jahr 1983

Produktvorführungen live vor Ort

1983 kam dann als weiterer Meilenstein die Hydraulische Verlegezange für Pflasterbeläge HVZ zum Produktprogramm hinzu. Damit konnte ein ganzer Quadratmeter Betonpflastersteine auf einmal verlegt werden.

Mit diesem Gerät begann die langjährige Erfolgsgeschichte des Verkaufs über Vorführungen auf der Baustelle. Hier berät das qualifizierte Team auch heute noch praxisnah und kompetent, und findet für jede Aufgabenstellung eine gute Lösung.

1984: Gründung der Niederlassung in England

Ernst Probst mit Charles Bolland bei der Abfahrt mit der ersten Ware für die englische Niederlassung

Erster eigener Sitz im Ausland

Bereits zu Beginn der neunziger Jahre waren Pflasterbeläge in England weit verbreitet. Was lag näher, die Expansion weiter voranzutreiben und genau dort eine eigene Verkaufs- und Serviceniederlassung zu eröffnen?

1984 war es dann soweit: Probst gründete seine eigene Niederlassung in England und konnte von hier aus optimal den englischen Markt, der zunehmend an Bedeutung gewann, bearbeiten.

Dies war auch ein Sprungbrett für neue Märkte, da britische Baukonzerne schon damals besonders bei Großprojekten weltweit aktiv waren. Charles Bolland wurde Niederlassungsleiter. Er war bis zu seiner Pensionierung maßgeblich am Erfolg der Probst Produkte in England beteiligt.

1988: Pflasterverlegemaschine VM 203

Präsentation der Verlegemaschine VM 203

Ein großer Wurf gelingt!

Im Jahr 1988 brachte Probst seine erste Pflasterverlegemaschine, die VM 203 auf den Markt. Ganz neu entwickelt, wurde sie allen Anforderungen der immer bedeutender werdenden maschinellen Verlegung nicht nur gerecht, sondern setzte vollkommen neue Maßstäbe.

Dieses Produkt wurde der erstaunten Fachwelt 1988 auf der GaLaBau erstmals präsentiert. Die in ihrer Kompaktheit und Wendigkeit, aber auch in ihrer Zuverlässigkeit und Praxistauglichkeit unschlagbare Maschine ist bis zum heutigen Tag ein wichtiger Eckpfeiler des Programms.

1991: Eröffnung der Niederlassung in Könitz/Thüringen

Mitarbeiter der Niederlassung Könitz 1991

Die Mauer ist gefallen…

Die Wiedervereinigung löste einen wirtschaftlichen Boom aus und schlug sich in unerwarteten Umsatzsteigerungen nieder.

Der langfristigen Ausrichtung der Firmenpolitik folgend, wurde konsequenterweise eine Vertriebs- und Fertigungsniederlassung im thüringischen Könitz gegründet. Bestimmte Produkte werden nun ausschliesslich dort von hoch qualifizierten und motivierten Mitarbeitern hergestellt, gewartet und vorgeführt.

1991: Einführung der Vakuumtechnik

Erste Generation des JUMBOMOBIL JM

Neue „Greiftechnologie“ hält Einzug

Die Vakuumenergie zur Handhabung von Bauteilen wurde in mehr und mehr Industriezweigen erfolgreich eingesetzt.

Allerdings wußte man bei Probst, dass Baustellenanwendungen anderen Gesetzen unterliegen als industrielle Anwendungen in sauberen, durchorganisierten Werkhallen. Die Lösung bestand darin, mit dem vorhandenen Baustellen Know-how die marktüblichen Vakuumkomponenten so umzugestalten, dass diese dort erfolgreich eingesetzt werden konnten. Und dies gelang Probst perfekt – der Einstieg in die Vakuumtechnik war erfolgreich gemeistert.

2000: Erster Schweißroboter in der Niederlassung Könitz

Der erste Schweißroboter beim Abschweißen eines Greifarmes der Aufbaukranzange AKZ

Fertigung von Serienprodukten

Der erste Schweißroboter wird im Jahr 2000 in der Fertigungsniederlassung im thüringischen Könitz installiert. Ein weiterer Meilenstein in der Probst Firmengeschichte! Nun konnte noch präziser, schneller und effektiver produziert werden. Dies war schließlich der folgerichtige Umstieg auf eine eigene industrielle Fertigung.

Mittlerweile sind bei Probst drei Roboter im Einsatz – weitere Anschaffungen in diesem Bereich sind geplant.

2000-2010: Neue Produkte, Verfahren und Technologien

Spannungsverlauf in einem Seitenteil einer Stapelabtragezange (Ergebnis einer FEM- Berechnung)

Entwicklung der „Uni“-Baureihen

Drei-dimensionale CAD Software wird eingeführt, FEM Festigkeitsnachweise sind nun Standard und viele Neuentwicklungen erweitern das Programm.
Noch universeller einsetzbare Gerätetypen, die „Uni“-Baureihen, werden entwickelt.

Das Produktportfolio wird damit gestrafft. Oft ersetzt ein „Uni“-Produkt 2 – 3 bisherige Produkte, baugleiche Standardbauteile werden in mehreren Produkten verwendet. Diese Form des Baukastensystems führte zu Qualitätsverbesserungen und Kosteneinsparungen.

2010: Innovationsoffensive mit über 10 neuen Produkten

Neue Produkte präsentiert vor der Hauptverwaltung in Erdmannhausen

Die Messe-Highlights 2010

Die Finanzkrise 2008/2009 ist auch an Probst nicht spurlos vorbeigegangen. Trotzdem wurde im Bereich Entwicklung mit Hochdruck an verschiedenen Neu- und Weiterentwicklungen gearbeitet, die dann rechtzeitig zur BAUMA 2010 vorgestellt werden konnten.

Das Ergebnis dieser schwäbischen Tüftlerarbeit waren weit mehr als 10 innovative Produkte, darunter der Flächenfertiger POWER PLAN PP, sowie das Flaggschiff unter den Verlegemaschinen, die VM 401 oder das Vakuum-Bordstein-Verlegegerät JUMBO BV vario.

2011: Probst feiert 50-jähriges Jubiläum

Geschäftsführer Martin Probst bei seiner Festansprache

Die Firma Probst Greiftechnik Verlegesysteme GmbH, weltweit agierender Entwickler und Hersteller von Greif- und Verlegetechnik, hat ihr 50-jähriges Firmenjubiläum am Freitag, 14. Oktober 2011 gebührend gefeiert. Gäste aus über 25 Ländern folgten der Einladung an den Stammsitz des 1961 gegründeten Unternehmens nach Erdmannhausen. Den weitesten Weg hatten Gäste aus dem fernen Australien zurückzulegen. Schon am Vor- und Nachmittag nahmen zahlreiche geladene Gäste an mehreren Betriebsführungen durch die Produktionsstätte und den neu gestalteten Showroom teil. Bei der abendlichen Festveranstaltung in der Halle auf der Schray feierten rund 350 Menschen inklusive Ehrengästen und Mitarbeitern. In seiner Festrede bedankte sich Geschäftsführer Martin Probst bei den anwesenden Kunden, Händlern, Vertriebspartnern, Lieferanten und Mitarbeitern für die langjährige vertrauensvolle Zusammenarbeit, und sah beste Voraussetzungen für ein gesundes, weiteres Wachstum in der Zukunft. Landrat Dr. Rainer Haas und Bürgermeister Lutz Schwaigert aus Erdmannhausen hoben die langjährige Verbundenheit hervor, und zeigten sich stolz ein solches Unternehmen im Landkreis bzw. in der Gemeinde zu haben. Im Anschluß nahm Martin Probst seine Gäste in einer kurzweiligen Multimedia-Show mit auf eine spannende Zeitreise durch die 50-jährige Firmengeschichte vom kleinen schwäbischen Schlosserbetrieb bis hin zum heutigen Global Player. In einer Talkrunde mit Geschäftsleitung, Vetriebs-, Export- sowie Produktionsleiter wurde auf neue Produktinnovationen, Highlights und den aktuellen Stand der Firma eingegangen. Eine besondere Überraschung gelang 11 engagierten Mitarbeitern mit einem gelungenen musikalischen Vortrag, bei dem die Produktkürzel der Probst-Produkte zu einem amüsanten Liedtext verarbeitet wurden. Musikalisch untermalt wurde die gelungene Veranstaltung durch eine „mobile“ 3-Mann-Jazzband, die in den Pausen an den unterschiedlichsten Stellen im Saal ansprechende Klassiker zum Besten gab. Nachdem der offizielleTeil der Festveranstaltung zu Ende war, ging es beim gemütlichen Beisammensein im Lounch-Bereich noch lange weiter – mit leckeren Cocktails, guter Musik und interessanten Unterhaltungen.

2011: Tag der offenen Tür bei Probst

Großes Interesse fanden am Tag der offenen Tür die Vorführungen der Großgeräte aus dem Hause Probst

Darüber hinaus feierte auch die Erdmannhäuser Bevölkerung und die Angehörigen der Mitarbeiter mit Probst. Rund 2.000 Besucher nutzten den Tag der offenen Tür am Samstag, 15. Oktober um einen Blick hinter die Kulissen des Weltmarktführers für Greif- und Verlegetechnik zu werfen. Viele Gäste nahmen auch hier an den regelmäßig stattfindenden Führungen durch die Abteilungen Entwicklung und Versuch, Ausbildung und Produktion teil, und informierten sich im hauseigenen Showroom über die neuesten Produkte des Unternehmens. Bei den Großgeräte-Vorführungen konnten dann selbst die Kleinsten einmal auf einer Verlegemaschine Platz nehmen, was ihnen sichtlich gut gefiel. Desweiteren sorgte Quad fahren, Kinderschminken, sowie eine Hüpfburg und ein Luftballon-Wettbewerb für beste Unterhaltung bei den jüngsten Gästen. Am Infostand der Auszubildenden in der Lehrwerksatt konnten sich dann die etwas größeren Gäste über die vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten bei Probst informieren. Für das leibliche Wohl mit zünftigen Speisen und leckeren Getränken sorgte das ortsansäßige Deutsche Rote Kreuz und der Verein Gastrupp e.V.

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